Warum werdende Väter NICHT auf einen Geburtsvorbereitungskurs verzichten sollten

Argumente gegen den Geburtsvorbereitungskurs für Väter: Er kostet Zeit, Geld und man lernt dabei, dass man als Mann eigentlich nur hilflos neben dem Ereignis „Geburt“ stehen kann, während die Frau hechelt und die erlernte Todo-Liste vom Geburtsvorbereitungskurs abarbeitet.

Wir haben 3 gute Gründe für euch, warum man als werdender Vater auf einen Geburtsvorbereitungskurs mit eurer Partnerin nicht verzichten sollte:

1. Der soziale Aspekt eines Geburtsvorbereitungskurses

Denkt daran: Gerade in der Schwangerschaft sind werdende Mütter teilweise besonders sensibel. Sie brauchen die Unterstützung des Vaters und wollen diese auch spüren.
Ein Mann, der sich für das einschneidende Ereignis der Geburt bereits während der Schwangerschaft interessiert und damit auseinander setzt, signalisiert: du bist nicht allein – wir bringen unser Kind gemeinsam zur Welt! Dieses Gefühl ist für Frauen sehr wichtig und darauf auch einzugehen und Zeit dafür aufzuwenden, ist ein erster Schritt für ein Gelingen des Abenteuers „Geburt“ bzw. in der Folge des noch größeren Abenteuers „Familie“.

2. Bei der Geburt richtig unterstützen durch fachliche Grundkenntnisse

Beim Fußball zweifelt niemand daran, dass der Heimvorteil in Form der lautstarken Unterstützung der Fans enorm für den Ausgang des Spieles von Bedeutung ist.
Die Situation im Kreiszimmer ist zumindest ähnlich, auch wenn die Anfeuerungs- und Motivationsrufe im Normalfall deutlich länger als 90 Minuten erforderlich sind, um den Sieg bzw. das Kind nach Hause zu schaukeln.
Um zur richtigen Zeit die richtige Unterstützung geben zu können, ist es aber notwendig, zumindest die groben Abläufe einer Geburt zu kennen. Beispiel: Intensives Mithecheln schon bei den ersten Wehen zeigt zwar eure hohe Motivation, ist zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht unbedingt zielführend.

Wie auch beim Fußball gilt: die Schlussphase ist die entscheidende Phase des „Spieles“!

Passend zum Thema: das Schwangerschaftsbuch für Männer
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Dass Bücher über die Schwangerschaft informativ UND witzig geschrieben sein können, beweist das „Schwangerschaftsbuch für Männer“. Jede Schwangerschaftswoche (bezüglich Kind und Mutter) kann nachgeblättert werden – und dennoch hält man nicht einen dicken „Wälzer“ in Händen, bei dem man nach den ersten 50 Seiten Einleitung bereits eingeschlafen ist.

3. Das eigene Bewusstsein für die Geburt wird geschärft

Während die werdende Mutter Tag für Tag spürt, wie das Baby wächst, wann es schläft, es wach ist oder es gegen die Bauchdecke tritt, spürt ein werdender Vater rein körperlich vorerst mal: genau gar nichts.
Damit man zumindest emotional eingestimmt wird,  kann man sich zwar mit Ratgebern schon gut auf die bevorstehende Geburt bzw. die Zeit als Vater einstimmen.
Für den letzten „Kick“, um emotional auf das bevorstehende Ereignis eingestimmt zu werden, kann aber ein Geburtsvorbereitungskurs tatsächlich auch für Väter wirklich Sinn machen!

Es ist die einmalige Chance, die körperlichen aber auch emotionalen Abläufe einer Geburt aus der Sicht einer erfahrenen Hebamme kennen zu lernen. Und wer es schafft, trotz vielleicht anfänglicher Bedenken, sich voll und ganz auf die vermittelten Inhalte beim Kurs einzulassen, genießt einen klaren „Heimvorteil“, wenn es ernst wird.

 

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